Jutta Lorenz

Mein meditatives Malererlebnis - im Zaubergarten von
Jutta und Thomas

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Der Grund meines Bedürfnisses ein Bild unter der Anleitung von Jutta zu malen liegt jetzt in der Zeit ganz besonders daran, weil alles um mich auf eine grundlegende Veränderung meines Lebens hindeutet. Um zu erkennen was sich Neues ankündigt, vielleicht in einer zufällig entstehenden Farbkombination oder Gestaltung, hat es mich sozusagen fast magisch gedrängt an diesem speziellen Dienstag im Juli 2009 ein Bild entstehen zu lassen, es sind aber dann zwei geworden.


Zum Malen hatte ich mir den Platz unter dem mystisch wirkenden Apfelbaum ausgesucht, mit Blickrichtung zur Sonne welche durch die Blätter blinzelte, hier fühlte es sich für mich stimmig an. Da es ein wunderschöner Sommertag war, meinte Jutta ich sollte die Schuhe ausziehen um auch den Kontakt zur Mutter Erde zu spüren.

Ja und dann, stand ich da, vor einer riesigen weißen Leinwand die mich angähnte, in Gesellschaft vieler Pinsel und X vielen Farbflaschen, da war ich erst einmal restlos überfordert fast ratlos und wusste überhaupt nicht mehr wie ich beginnen sollte. Tage vorher hatte ich mir noch vorgestellt was ich alles malen werde und mit welchen Farben, hatte ein Bild im Kopf usw. aber es kommt halt meistens anders als man denkt. Lektion Nr. 1 nimm dir beim Malen nichts vor!

Jutta kam mir zur Hilfe und sagte, um eine erste Verbindung zu meinem bevorstehenden Werk und zu den Farben zu bekommen, machen wir eine kurze Lichtsäulenmeditation. In dieser kann man um die Führung eines Engels oder einer anderen Qualität bitten damit das was entstehen möchte in heiliger Verbindung zur Seele geschehen darf. In dieser Meditation kam ich bewusst zur Ruhe und spürte eine sanfte Energie die sich langsam unter dem Apfelbaum um uns ausbreitete.

Nun ging es los, zuerst musste ich die Leinwand grundieren, es ist schon interessant mit weißer Farbe eine weiße Leinwand zu bemalen.
Die Farbe Grün war sehr präsent und mit ihr begann ich auch die ersten farbigen Pinselstriche auf die geduldige Leinwand aufzutragen, immer noch mit einer Ratlosigkeit wie und was. Mein vorgestelltes Bild im Kopf sollte ich ja nicht malen „Adieu Delphin und Einhorn“. Anfangs noch zögernd wurde ich aber bald mutiger, kunterbunt ging es zu und überlegend welche Farbe ich benutzen sollte setzte sich doch immer wieder das Grüne durch. Jutta sagte, dass ich mich im Pinselschwung sehr aufhalten lasse und nicht frei und losgelassen bin und hier und dort beginne. Ich sollte das einmal mit meinem bisherigen Leben vergleichen, aha dachte ich BINGO und ein Lämpchen blitzte auf……! mehr schreibe ich jetzt aber nicht darüber es gibt ja auch noch was was nicht jeder wissen mussJ. Langsam begann ich dann doch alles in einer freien fliesenden Bewegung auszuführen, bis ein Punkt erreicht war wo ich noch einige weiße größere Stellen auf der Leinwand hatte und es partout nicht mehr weiter ging, null, ein Black out nichts war mehr da. Alles wirkte auf mich bei meinem Bild sowieso sehr chaotisch und durcheinander, besonders wenn ich die Harmonie und das Zusammenspiel der Farben auf Juttas Bildern betrachtete. Aber Lektion Nr. 2 vergleiche dich nicht mit Anderer Werke!

Da sagte Jutta, jetzt ist der Punkt erreicht wo man normal mit einem zweiten Bild beginnen sollte und fragte ob ich das möchte? Zuerst war ich wieder einmal ratlos und dachte und glaubte nicht das bei einem neuen Bild was entstehen wird, da ich ja beim ersten schon blockiert war. Aber ich wollte es dennoch versuchen und entschied mich für ein kleineres aber hochkantiges Format und siehe da, bereits die Auswahl der Farben diesmal in Pink und Rottönen lies sofort meine Kreativität wieder aufflammen und es ging flott vorwärts, fast bis zur Fertigstellung. Dann plötzlich war der Impuls da wieder an meinem großen Bild weiter zu machen und siehe da auch hier ging es jetzt gezielt und bewusst dem Ende entgegen. Den letzten Touch erhielt mein Werk mit reinweißer Farbe, mit langen Pinselstrichen von unten nach oben. Es kostete schon Überwindung oder nein besser formuliert eine gehörige Portion Vertrauen mit weißer Farbe über die bunt leuchtenden schönen Farben und Kontraste hinwegzumalen. Doch mein Vertrauen wurde belohnt und so entstand eine einzigartige Symbiose, für mich persönlich mein einmaliges Meisterwerk. Auch das kleine Bild erhielt noch eine letzte goldene Line und so vollendete ich meine beiden Arbeiten.

Fazit

Was ich lernen durfte war, wirklich loszulassen und der Führung aus dem Inneren zu vertrauen. Es ist gar nicht so leicht, was ich mir vorher nie vorgestellt hätte, den Kopf mit seinen Vorstellungen, den Strukturen von Form und Farbe auszuschalten. Ein gutes Mittel dies langsam zu üben ist auch die bewusste Meditation, es wird nicht angestrebt in einer Trance zu malen oder fernab von dieser Welt Phantasiegebilde auf die Leinwand zu manifestieren. Klarheit im Wachbewusstsein und in der meditativen Haltung ist auch in der Malerei ein „must have“ ein deutliches Zeichen von Reife. Deshalb finde ich die Art und Weise wie Jutta ihr Malseminar gestaltet und leitet als wundervolle Bereicherung, als einen Weg zur Anbindung an das Innerste das Göttliche in uns zu finden und durch Form und Farbe auszudrücken.

Wichtig war auch der Punkt über das schöne Bild hinwegzumalen mit der weißen Farbe, daraus entstand eine Erkenntnis: das Wahre wird erst sichtbar, kann sich erst entfalten wenn man das Alte losgelassen hat, es ist wie eine Einladung an den Ausdruck der Schöpfung.

Ich kann das Malen bei Jutta nur empfehlen und ich hoffe dass dieses Angebot viele weitere Menschen schätzen und dankbar annehmen werden. Für mich persönlich steht schon bald meine nächste Bilderreihe an, vielleicht begegnen wir uns ja mal.

Ich wünsche allen die meine Erfahrung lesen, ganz viel Mut und Kraft in ihrem Leben, auch dass zu tun was ihnen Freude bereitet und dem Weg zu folgen den ihr Herz vorbestimmt.

An Jutta ein riesengroßes Dankeschön für diese bedeutende Erfahrung, die ich machen durfte mit Pinsel und Farbe in diesem wunderschönen Zaubergarten, der eine Brücke in dieses Erlebnis baute.

Zum Schluss möchte ich gerne noch ein Zitat von „Novalis“ wiedergeben:

„Wir leben alle
von dem, was
uns Menschen
in bedeutungsvollen
Stunden
unseres Lebens
gegeben haben.“

Herzliche Grüsse an alle
Marion
 
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